Geologie Stuttgart 21 S21

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Vorraussetzungen der DB für den Beginn des Grundwassermangements

Deutsche Bahn benennt in der Sitzung des Lenkungkreises am 23.09.2011 die Vorraussetzungen für den Beginn des "Grundwassertaktes"

Erschienen am 26.09.2011

Jeder Eingriff in den Untergrund stellt in einem Heilquellengebiet eine Gefährdung des Grundwassers dar. Genaueres dazu finden Sie in den Richtlinien des Heilquellenschutzes.

Und je näher der Eingriff an den Quellaustritten, je mehr Eingriffe und je länger Ihre Dauer, desto größer die Gefahr.

Stuttgart 21 stellt in dieser Hinsicht die maximale Gefährdung für das Stuttgarter Mineralwassersystem dar!

Mit 25 Ausnahmegenehmigungen von der Heilquellenschutzverordnung [pdf], die sich z.T. wohl mindestens über ein Jahrzehnt hinziehen würden und an verschiedenen Orten gleichzeitig stattfinden, stellt Stuttgart 21 den größten denkbaren Eingriff in das Mineralwassersystem dar.

Der gesetzlich vorgeschriebene vorbeugende Heilquellenschutz wird von den genehmigenden Behörden restlos einem technischen, man kann auch sagen "reparierenden", Heilquellenschutz geopfert.

Man glaubt alle denkbaren (und überraschenden!) Grundwasserprobleme und -risiken technisch kontrollieren (und reparieren) zu können. Bei den überraschenden Problemen ist zumindest ein wenig Kreativität geplant.

Die Gefährdung der Heilquellen gegen die Bestimmungen der Heilquellenschutzverordnung soll letztendlich durch das sogenannte Grundwassermanagement ermöglicht werden!

Das Grundwassermanagement soll das natürliche Gleichgewicht und die natürliche Reinheit des Grundwassers im Untergrund von Stuttgart 21 technisch möglich machen. Ein vergleichbares Grundwassermanagement in einem Heilquellensystem von europäischer Bedeutung wurde bisher nicht in Betrieb genommen.

Mit der Gefährdung dieses einmaligen Naturschatzes soll bei Stuttgart 21 tatsächlich technisches Neuland betreten werden!

Die Bahn hat bei der Sitzung des Lenkungskreises am 23.09.2011 folgende Vorrausetzungen als zwingend notwendig für das "Einschalten" des Grundwassermanagements dargestellt.

Gravierende fachliche Fehler und falsch berechnete Grundwassermengen verzögern die Genehmigung und Vollendung des Grundwassermangement jedoch und schützen somit das Stuttgarter Mineralwasser vor den geplanten Eingriffen.

Die nötigen Änderungen in der Planung und Austattung des Grundwassermangements durch die falschen Grundwassserberechnungen erhöhen hierbei die Kosten ständig!

Die Planungen, die Ausstattung, der Bau und der Betrieb sind sehr aufwendig und bisher auf mindestens 240 Millionen Euro veranschlagt.

 

Deutsche Bahn benennt in der Sitzung des Lenkungkreises am 23.9.211 die Vorraussetzungen für den Beginn des Grundwasser -Mangements
 

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Dr. Ralf Laternser - Diplom-Geologe - Stuttgart