Geologie Stuttgart 21 S21

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Verkehrstunnel im anhydritführenden Gipskeuper seit 1957

Daten zu Verkehrstunneln im anhydritführenden Gipskeuper

Erschienen am 05.12.2016

Wusstest du, das die jetzt angewandten Tunnelbaumethoden im Anhydrit für Stuttgart 21 erst 10 Jahre nach der Genehmigung entwickelt wurden und nun im Anhydrit direkt unter der  Schwabenmetropole zum ersten Mal getestet werden.

Und wussest du das bei einer Genhemigung eigentlich alle bautechnischen Probleme als technisch gelöst gelten müssen- und die Fachbehörden die offiziellen Einsprüche von Bürgern und Umweltverbänden, dass 60 cm Tunneldicke und nur wenige Absperrbauwerke gegen Wassereintritt niemals genügen würden, alle als unbegründet abgelehnt (ignoriert) wurden. Die aktuelle Baumethode arbeitet mit 100 cm Wandstärke, Verpressung von Klüften und langen Bauwerksruhephasen*.

*Und wusstes du, das die Kritiker darauf hingwiesen haben, das die fragwürdige, dünnwandige und unsichere Tunnelbauplanung die 2005 genehmigt wurde "anhydrit - technisch" niemals funktionieren kann und das immense Mehrkosten - bei hochbleibendem Risikio - zur Erwarten sind, die den Kostenrahmen (damals 4,526 Milliarden €) sprengen würden. Die Projektbetreiber und Tunnelplaner bestritten dies stehts und versicherten bei der Volksabstimmung einen Kostendeckel von genau diesen 4.526.000.000 € und eine Fertigstellung bis 2018. Heute werden die Kosten mit 8.200.000.000€ und die Fertigstellung "Ende" 2025 angegeben.

Wusstest du das der Tunnelsachverständige der Bahn Herr Wittke, gleichzeitig den Auftragnehmer für die Gesamtplanung aller 60 km Tunnel bei Stuttgart 21 ist und das seine krasse Tunnel- Fehlplanung Ihm quasi 7 Jahre üppiges Zusatzgeschäft gebracht haben.

Verkehrstunnel im anhydritführenden Gipskeuper seit 1957

Der Bundesrechnungshof und die Wirtschaftprüfer von KPMG haben aktuell die finanziellen und betriebswirtschftlichen Risiken von Stuttgart 21 unabhängig voneinander begutachtet.

[LINK1 : Artikel auf Focus Online vom 2.12.2016]

[LINK2: Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 5.12.2016].

Beide Gutachten sehen in dem geplanten Tunnelbau (insgesamt 56 km- davon 15 km in Anhydrit!)  im quellfähigen Anyhdrit-Gestein ein großes Risiko für weitere Kostensteigerungen und die Sicherheit eines späteren Bahnbetriebs.

Hier in einer Tabelle die nackten Zahlen aus einer Doktorarbeit aus dem Jahre 2009:

 

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Dr. Ralf Laternser - Diplom-Geologe - Stuttgart