Geologie Stuttgart 21 S21

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Oktober 2018: Veranstaltung zum projekttypisch katastrophal und menschenverachtend geplanten Brandschutz von Stuttgart 21

Erschienen am November 2018

Wusstes du, dass sich seltsamerweise der Daimler-Konzern vehement für Stuttgart 21 (also dem Projekt zur Verlagerung von Straßenverkehr auf die Schiene) einsetzt, Naturschutzverbände und Fahrgastverbände jedoch zu den Hauptkritikern gehören.

Der Brandschutz von Stuttgart 21 liegt, so die Bahnsachverständigen," in der Norm"

Bei dieser Norm handelt es sich jedoch immer nur um Mindestanforderungen, die bei durchgehender Anwendung und ohne Berücksichtigung der spezeillen Verhältnisse vor Ort die gewissenlose Menschenverachtung der Projektbetreiber und der Gutachtersöldner wunderbar darstellt!

Die weiter engagierten Kritiker von Stuttgart 21organisierten am 29.10.2018 eine Veranstaltung mit einigen Fachvorträgen zu den eklatanten Brandschutzmängeln des geplanten Pannenbahnhofes.

Bemerkenswert hierzu ist, das außer der organisierenden Fraktion der SÖS kein weiteres Ratsmitglied, kein Bürgermeister oder gar der Brndschutzbeauftragte der Stadt Stuttgart die Einladung zu dieser Veranstaltung wahrgenommen haben. Der Saal war ansosnten bis auf den letzten Platz gefüllt.

Aber wie immer, im überwiegenden Desinteresse von Verantwortlichen und überwiegend uninformierten und gleichgültigen Bürgen zum "ohne wenn und aber"demokratisch lüg-itimierten Großprojekt zur Retttung der Zukunft Baden-Württembergs, werden wohl erst katastrophale Ereignisse zu einer, dann zu späten, Entrüstung führen.

Zum Beispiel dann, wenn es beim Brand in einem überbesetzem Zug in extrem steilen, verrauchten Filder-Tunnel bei nur 90 cm engen Fluchtwegen, auf einer möglichen Flucht-Strecke von maximal 500 m zu Personenstau und Panik kommt.

Aber es gibt einen Trost: Gottseidank kann ein brennender Zug vieleicht noch in den eher kleinen unterirdischen Tunnelbahnhof flüchten. Und dann können die möglicherweise funktionsuntüchtigen Bremsen hoffentlich den brennenden Zug trotz der 6-fach über der Norm liegenden Bahnsteigneigung noch sicher im verrauchten Bahnhof halten. 

Gewohnt unverfroren und menschenverachtend hat die Bahn bei Ihren Simulationen die so großspurig im angeblichen "Stresstest" möglichen Personenzahlen bei ihrer Brandsimulation halbiert und störende mobilitätseingeschränkte Personen, Kinder und ähnliche Evakuierungshemnisse einfach ganz  rausgelassen.

Das Allerletzte noch:

Jetzt soll die Bahn nach jahrelanger Misswirtschaft mit vernachlässigter, maroder Infrastruktur, chaotischem Bahnverkehr, mangelhafter Wartung plötzlich und dringend reformiert werden. Trotz Beraterhonoraren von 500 Millionen € (!!!!) seit 2016 [Artikel auf Focus Online) an Fremdfirmen.  Und allers natürlich bequem und wie immer mit Milliarden vom Steuerzahler (bzw. den an der Kasse sitzenden verantwortlichen südostdeutschen Verkehrsministern). Das sagt alles über Ex- Vorstandsniete und Hauptverantwortlichen Manfred Grube aus [Artikel im Manager Magazin]. Doch der hat sich ja mit all seinen erfolgsbedingten Boni nach einem inzenierten Ekla,t mit weiteren 3 Millionen Abschiedgratifikation (trotz eigener Kündigung) nach moderner Topmanager-Art aus dem Staub gemacht.

 

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Dr. Ralf Laternser - Diplom-Geologe - Stuttgart